Eigenkapital für Kredit: Wann notwenig?
Kredite nimmt man für gewöhnlich dann auf, wenn ein Geldbedarf besteht. Daher erscheint es dann zunächst vielleicht auf verwirrend, wenn eine Kreditaufnahme ein Eigenkapital notwendig macht. Wann ist eigentlich eine Kreditaufnahme mit Eigenkapital notwendig bzw. auch sinnvoll?
Ein Kredit bzw. die Kosten, die für einen Kredit anfallen, berechnen sich aus der Höhe der Kreditsumme, der Laufzeit und nicht zuletzt aus den Risiken, die sich für die Bank aus dem Kredit ergeben. Online-Ratgeber wie FinanzenMagazin24.de empfehlen deshalb: Gerade bei größeren Vorhaben – beispielsweise einer Baufinanzierung – sind große Geldmittel erforderlich, die einen Kredit schnell sehr teuer machen. Je mehr Eigenkapital vorhanden ist, desto geringer kann die Kreditsumme angesetzt werden.
Zudem ist es auch notwendig, dass für eine Kreditvergabe in größerem Umfang auch entsprechende Sicherheiten gegeben sind. Gerade bei großen Bauvorhaben oder anderen Finanzierungen in höheren Größenordnungen setzen Banken ein Eigenkapital als Bedingung voraus. Bei der Hausfinanzierung ist eine Bonität für Banken beispielsweise bei Bauherren dann unter anderem dann gegeben, wenn etwa 20 bis 30 Prozent Eigenkapital aus den Kosten, die für das gesamte Projekt benötigt werden, vorhanden sind.
Eigenkapital lässt sich bei bestimmten Projekten zur Belegung der Bonität und zur Erzielung günstigerer Kreditkonditionen auf unterschiedliche Weise erzielen. Gerade bei der Finanzierung von Bauvorhaben lässt sich durch öffentliche Zuschüsse, durch besonders günstige Darlehen von Arbeitgebern erzielen. Eine andere Variante besteht darin, durch Schenkungen – also vorgezogene Erbschaften – ein Eigenkapital zu erwirken, das für größere Kreditaufnahmen sowohl die Bonität belegt als auch für günstigere Kreditkonditionen sorgt. Auch Sparguthaben oder Festgeldanlagen, Bauspargelder oder Wertpapiere zählen zum Eigenkapital. Dabei kann aber auch vorhandener Grundbesitz als Eigenkapital bewertet werden. Die kann sich im Beispiel der genannten Baufinanzierung beispielsweise aus einem schon vorhandenen Grundstück ergeben, dessen Wert dann als Eigenkapital für die gesamte Finanzierung bewertet wird.
Bedenken sollte man allerdings, dass für die Ermittlung von Eigenkapital – also die genaue Berechnung der Summe, die für das Eigenkapital zum Tragen kommt – bereits bestehende Verbindlichkeiten in Abzug gebracht werden. Das heißt, dass durch vorhandene Kredite und andere finanzielle Verbindlichkeiten ein vorhandenes Eigenkapital im ungünstigsten Falle deutlich geringer ausfallen kann. Als Eigenkapital – gerade bei der Kreditvergabe – wird nämlich lediglich die Geldsumme bewertet, die nach Abzug aller Verbindlichkeiten – also Schulden – übrig bleibt.
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